1999

Schwacher Dreamcast-Start

Ernüchterung bei Sega: nach dem - für Japan typischen - furiosen Dreamcast-Start (150000 verkaufte Konsolen) fielen die Verkaufszahlen schnell zurück. Der erwartete Megaseller Godzilla Generations entpuppte sich als Megaflop und auch das ansonsten in Japan beliebte Virtua Fighter 3 löste keinen Ansturm aus: die Dreamcast-Version war trotz gegenteiliger Beteuerungen grafisch schlichter als der Automat. Um die Verkaufszahlen zu steigern sollte das alte Makottchen Sonic helfen: Sonic Adventures ist ein Jump'n'Run Spiel komplett in der dreidimensionalen Umgebung. Die Grafik schlägt dank der Dreamcast-Hardware alle anderen Jump'n'Runs um längen.

Zelda für N64

Mit einer rekordverdächtigen Verspätung von drei Jahren erscheint der neueste Zelda-Teil für das Nintendo 64. In der Rolle des Elfen Link bekämpft man die bösen Mächte, die das Land Hyrule bedrohen. Ist die Story eher schwach und eindimensional beeindruckt das Spiel durch die Detailverliebtheit, mit der die Spielwelt simuliert wird: Tag/Nachtwechsel, Vegetation und große Bewegungsfreiheit. Als besonderes Feature kann zwischen dem jungen Link und dem erwachsenen Link gewechselt werden. Zelda verkauft sich in kurzer Zeit über fünfmillionenmal und ließen auch die Verkäufe des Nintendo64 ansteigen. Die Position der Playstation war trotzdem nicht gefährdet.

Hype um PlayStation 2

Schon im Februar sickerten erste Daten zum Nachfolger der Playstation durch: eine reinrassige 128-Bit-Konsole und ein DVD-Laufwerk sind die Hauptmerkmale. Dank des Erfolges der Vorgänger-Konsole hatte Sony keine grosse Mühe, viele Hersteller für die PlayStation 2 zu begeistern.

Nintendo 64 schwächelt

Mit ganz anderen Problemen hat Nintendo zu kämpfen. Das Nintendo 64 wird von den meißten Herstellern ignoriert und die Modultechnik eignet sich kaum für den Umfang moderner Spiele. Mit der Ankündigung der Playstation 2 läßt auch Nintendo verkünden, man arbeite an einem Nachfolger, der dann definitiv nicht mehr auf Modul-Technik basieren soll.

Linux kommt

Immer häufiger findet man auf deutschen Computerzeitschriften und den beiliegenden CDs den freundlichen Linux-Pinguin. Die bekannten Distributoren bringen - ähnliche wie die Online-Anbieter - Schnupper-Angebote auf den Magazin-CD-ROMs unter. Mittlerweile springen immer mehr kommerzielle Anbieter auf den Linux-Zug auf, wovon Linux 68K-Anwender relativ wenig haben: viele Programme sind für Intel-kompatible CPUs vorkompiliert. Von den einstigen Windows-Konkurrenten ist nur noch Linux übrig, OS/2 und GEOS haben sich in Nischenbereiche zurückgezogen.

Shared Source Modell von Microsoft

Microsoft sieht wieder einen ernsthaften Konkurrenten im Betriebssystemmarkt. Die ansteigende Popularität von Linux läßt Überlegungen aufkommen, Teile des Windows-Quellcodes freizugeben. Tests sollen beweisen, das Linux WindowsNT unterlegen ist, eine spezielle Arbeitsgruppe soll nach Gründen für den Erfolg von Linux suchen. Dieser ist zwar, gemessen am Windows-Marktanteil, winzig, aber die anhaltende Diskussion um das Betriebssystem mit dem Pinguin zwang Microsoft zum handeln.

Milan II

Neuer Milan: Einen zweiten Anlauf nimmt der Atari-Clone Milan. Nachdem die Anwender mit dem ersten Modell höchst unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben, soll mit dem neuen Modell alles besser werden: 68060 CPU, USB-Schnittstelle und 3D-Grafikkarte. Dies alles wird aber von keinem einzigen Atari-Programm unterstützt. Der neue Milan sollte auch in die Kaufhhäuser kommen - dazu kam es aber nie, denn weniger als zwei Jahre später wurde das Projekt eingestampft.

Jaguar offenes System

Hasbro, die für 5 Mio. Dollar Atari übernommen hatten, gibt die Rechte am Jaguar frei. Das bedeutet im Klartext, das Jaguar-Spiele entwickelt und verkauft werden dürfen, ohne Lizenzgebühren an Hasbro zu zahlen.

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