1992

Atari Falcon030

Atari schlägt zurück - der langerwartete Superrechner, der unter dem Projektnamen ´Sparrow´ lief, wird auf einer Pressekonferenz vorgestellt, bei der Atari jede Frage nach der Technik mit einem ´No Comment´ beantworteten. Der Falcon030, so der offizielle Name, stellte den langerwarteten Quantensprung in der ST-Reihe da. Waren die ST Nachfolger STE, TT und MegaSTE nur leicht verbesserte Fassungen des STs, so wurde der Falcon in allen Bereichen verbessert. Im Hinblick auf Multimedia wurde ein Digitaler Signalprozessor eingebaut. 65000 Farben und Sound im DAT-Bereich schlugen alles, was damals an Heimcomputern auf dem Markt war. Ebenso wie bei Commodore bestand bei Atari Handelsbedarf, denn die technische Entwicklung wurde in den letzten Jahren zu sehr verschlafen und das Flaggschiff von Atari, der TT, verkaufte sich zwar für eine Profimaschine nicht schlecht, war aber eben kein Millionenseller.

Leider hatte Atari mit Lieferproblemen und einer schlechten Presse zu kämpfen, so daß der Falcon erst Mitte 1993 richtig auf dem Markt kam.

Laserdiskplayer

Kurzes Thema im Spielebereich sind die Laserdiskplayer. Eine Hardware für den C64, Amiga, ST und PC kommt auf den Markt, die einen LD-Player als Spielemaschine benutzt. Der Computer übernimmt dabei nur die Steuerung und Spiellogik, Grafik und Sound kommen von der Disc, die aussieht wie eine Kreuzung aus Schallplatte und CD. Es erschienen nur Spiele mit begrenzter Interaktivität: Man mußte im richtigen Moment den Joystick in eine bestimmte Richtung bewegen. Letzlich setzt sich diese Idee nicht durch.

Amiga 1200

Commodore reagierte auf den Falcon: Der Amiga 1200 war nach mehreren halbherzigen Amiga 500-Nachzüglern (Amiga 600, Amiga 500+) ein würdiger Nachfolger des langsam in die Jahre kommenden 500. Ebenso wie Atari beim Falcon, hat auch Commodore seinem Computer bessere Grafik (262144 Farben gleichzeitig) und einen schnelleren Prozessor (68EC020) spendiert. Die Soundseite wurde allerdings so gelassen (8-Bit, 4 Kanal Digi-Sound), was vielleicht ein Fehler war. Sein größter Vorteil gegenüber dem Falcon war der Preis. Diesmal war die Situation genau andersherum wie 1986, als der ST billiger als der Amiga war, vor allem wegen seiner wenigen Spezialchips. Nun war der Falcon der Computer mit den meisten (teuren) Spezialchips. Der Amiga 1200 verkaufte sich vor allem in England sehr gut, jedoch hatte er mit mangelnder Software-Unterstützung seitens der Hersteller zu kämpfen. Besonders die Amerikaner setzten eher auf PCs, die sich inzwischen zur 3000DM-Videospielkonsole gemausert haben.

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