1991

C64-Festplatte

Eine Festplatte für den C64 - nachdem Versuche mit alten Commodore-Festplatten eher bescheiden verliefen, konnten C64-Besitzer jetzt endlich eine stabile und für den C64 konzipierte Festplatte erwerben. CMD hat ein SCSI-Laufwerk umgebaut - leider hatte das auch seinen Preis 1550 DM für ein 20 MByte-Laufwerk waren auch damals schon teuer.

Farb-Laptops

Premiere feiern die Farb-Laptops: Sharp stellt einen Laptop mit TFT-Display vor. TFT-Bildschirme haben für jeden einzelnen Bildpunkt drei Transistoren eingebaut - für die Farben Rot, Grün, Blau. Der PC-8501 schafft 256 Farben auf dem Display, bei einer Auflösung von 640*480 (921600 Transistoren, wobei für jeden Bildpunkt noch ein vierter, "Sicherheitstransistor" eingebaut ist.). Gekostet hat der 386´er 20000 DM!

Atari TT

Premiere feiert das neue Atari-Flagschiff: Der TT. TT steht für Thirtytwo/Thirtytwo, also ein echter 32-Bit Computer. Der Atari TT ist eine Profimaschine und unterstützt serienmäßig Großbildschirme. Mit seinem 68030 Prozessor mit 32 MHz und ein mathematischer Coprozessor ist er gut gerüstet für CAD, DTP und Simulationen. Tatsächlich werden auch heute noch Zeitschriften mit ihm produziert, die bekanntesten sind wohl die Magazine vom Burda-Verlag. Während er in Deutschland positiv aufgenommen wird, zeigt man in England, Frankreich und den USA eher Desinteresse. Wieder einmal macht Atari die Teilung des ST-Marktes zu schaffen: Während er in Deutschland hauptsächlich für Anwendungen benutzt wird, gilt er in England als Spielecomputer. Die Spieleindustrie ließ den TT deshalb auch links liegen, das einzige mir bekannte TT-Spiel ist ´Revenge of the Mutant Camels´ von Jeff Minter.

Zeitschriftensterben

Kein gutes Jahr für 8-Bit-Zeitschriften: Ein Großteil geht ein, einige versuchen im Abovertrieb zu überleben. Die geringen Auflagen lohnen sich nicht mehr für die Verlage und viele 8-Bit-Besitzer sind inzwischen auf Amiga/ST/PC gewechselt.

Linux

1991 begann ein kleines Programm Gestalt an zu nehmen. Der Finne Linus Torvalds arbeitete an dem Unix-Derivat Minix, das im Quelltext erhältlich war. Da er nach einer Routine suchte, stellte er eine Anfrage in das Netz - und bekam prompt eine Antwort. Daraus entstand die Idee eines Betriebssystems, an dem viele Programmierer in verschiedenen Ländern arbeiten konnten. Da die Sourcen des nun in Linux umgetauften Projektes frei erhältlich waren, konnte jeder seine Verbesserungen dem Projekt beisteuern. Das Betriebssystem wurde anfangs nicht ernstgenommen, wuchs aber immer schneller. Eine gewisse Koordination mußte jedoch sein und Torvalds ist bis heute einer der Linux-Koordinatoren, obwohl nur ein Bruchteil des Codes noch aus seiner Feder stammt.

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