1982

Sinclair ZX Spectrum

Sir Clives Sinclair dritter Streich hieß Sinclair ZX Spectrum. Er wurde in fast allen Bereichen gegenüber dem ZX81 weiterentwickelt und besaß Farbgrafik mit 16 (eingeschränkt benutzbaren) Farben, 1 Tonkanal und hochauflösende Grafik mit 256*192 Bildpunkten. Die Folientastatur wurde durch Gummitasten ersetzt, die Ähnlichkeiten mit Radiergummis hatten. Sein Hauptspeicher betrug gigantische 16 KByte oder 48 KByte beim Spectrum 48K. Vor allem in England verkaufte sich der Speccy, so sein Spitzname, hervorragend und wurde in verschiedenen Versionen weiterentwickelt. Die 16K-Version verschwand aber relativ schnell vom Markt.

Newbrain

Frei nach dem Motto "wir wissen was der Computer-Industrie fehlt: ein Hirn" führt Grundy Business Systems den Newbrain in verschiedenen Varianten ein. Das System versinkt jedoch sehr schnell in Vergessenheit.

Oric-1

Im Juli kündigt Tangerine einen neuen, kleinen Heimcomputer an: den Oric-1. Dieser Computer arbeitet mit einer 6502 CPU (wie der C64) und besitzt ein ziemlich komfortables Basic. Die Tastatur war allerdings eine Zumutung und erinnerte eher an einen zu klein geratenen Taschenrechner. Im Dezember wurd der Oric-1 dann veröffentlicht und verkaufte sich vor allem in Frankreich sehr gut.

Dragon 32

Ende des Jahres wagt sich eine kleine englische Firma auf den englischen Computermarkt. Ihr Produkt, der Dragon, verkaufte sich anfänglich gut, aber er hatte mit immer mehr Problemen zu kämpfen, darunter Lieferengpässe und langsame Weiterentwicklung der Hardware. Zudem war der Hersteller ganz auf Europa angewiesen, denn Versuche in den USA Fuß zu fassen, scheiterten.

Jupiter Ace

Im August kündigt Jupiter Cantab den Jupiter Ace an. Das Gerät kann eine Verwandschaft mit Sinclair nicht leugnen, denn ex-Sinclair-Mitarbeiter arbeiteten an der Entwicklung des Geräts mit, das Forth statt Basic benutzt. Forth war jedoch eine im Heimbereich sehr unpopuläre Sprache und so hielt sich auch die Anzahl der Jupiter Ace-Programme in Grenzen.

Timex TS1000

Der ZX81 erobert die USA - in Gestalt eines ZX81-Clones. Timex brachte im Juli 1982 mit dem TS1000 einen authorisierten Clone heraus, der technisch identisch mit seinem Vorbild war. Der TS1000 war nur einer aus einer ganzen Reihe von ZX81-Clones, die - ob mit oder ohne Zustimmung Sinclairs - den Markt überfluteten. In Europa merkte man davon relativ wenig, da Sinclair darauf achtete, das kein Clone-Hersteller Zugang zu diesem Markt bekam. Auch in den USA startete der TS1000 äußerst erfolgreich, mußte aber schnell Kritik einstecken: Viele ZX81-Programme setzten 16 KByte voraus. Timex hatte jedoch die 16-KB-Erweiterung nicht in ausreichenden Stückzahlen produziert. Als Reaktion auf die Kritik gab es im nächsten Jahr den TS1500.

Commodore 64

Commodore hatte sich mit dem VC20 einen hervorragenden Ruf entworfen und im Jahr 1982 war es zumindest in den USA soweit: der Commodore 64 trat die Nachfolge des VC20 an. Die Kritikpunkte am VC20 wurden konsequent ausgemerzt un erstmals trat die magische 64 im Produktnamen auf, ohne die sich bald kein Computer mehr verkaufen sollte (Dragon 64, Amstrad 464). Hauptsächlich wurde die Grafik und der Sound verbessert, die Hardware unterstützte die Entwicklung von Spielen. Dank der hochauflösenden Grafik (320*200) eignete sich der C64 auch für Anwendungen.

Der VC20 wurde nicht sofort eingestellt, denn der Einführungspreis (1495 DM) lag deutlich über dem des VC20. Der Preis sank jedoch rapide und nach zwei Jahren hatte der C64 bereits die Verkaufszahlen des VC20 übertroffen.

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